
Auch wenn die Kaffeepflanze dem Menschen seit Urzeiten bekannt ist, dauerte es eine Weile bis die Kaffeekirsche durch besondere Röstverfahren dem Gaumen, in Form eines edlen braunen Getränkes, zugänglich wurde.
Im 18. Jahrhundert werden Kaffeeplantagen in allen Regionen der Erde, die die klimatischen Bedingungen liefern, angelegt. 1726 gilt als das offizielle Geburtsjahr des Kaffeeanbaus in Brasilien, dem heute wichtigsten Land für den Kaffeeanbau. Kaffee wird zu einem Produkt, mit weltwirtschaftlicher Relevanz und zu einem Getränk für alle sozialen Schichten. Für die Reichen wird er zu einem Ausdruck von Lebensqualität und Luxus; die Ärmeren konsumieren Kaffee in stark verwässerter Form - der so genannten Kaffeesuppe - als Nährstofflieferant.
Im 19. Jahrhundert bildet sich der spezialisierte Kaffeehandel aus. Pflanzung, Transport und Röstung werden getrennt. Durch die Erfindung der Dampfschifffahrt wird der Grundstein für einen immer weiter steigenden Kaffee-Verbrauch gelegt. Anfang des 20. Jahrhunderts übertrifft die Kaffeeproduktion erstmals die Nachfrage bei weitem. Die Kaffeeproduktion wird weiter industrialisiert; neue Kaffee-Variationen entstehen. Ein Patent zum Herstellen koffeinfreien Kaffees wird 1905 angemeldet. Echter Bohnenkaffee wird in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zum Volksgetränk. Kurz darauf wird löslicher Kaffee erfunden. Der Kaffeekonsum steigerte sich weltweit von 600.000 Säcken Rohkaffee im Jahr 1750 bis auf rund 112 Mio. Säcken Rohkaffee im Jahr 2004.
Bis heute gehört Kaffee in fast allen Ländern zu den beliebtesten Getränken.









