Etwa 60 Arten von Kaffeepflanzen sind weltweit bekannt, von denen die zwei bedeutendsten Coffea arabica und Coffea robusta sind.
Die Arabica-Art stammt ursprünglich aus dem äthiopischen Hochland. Sie liefert qualitativ hochwertige Bohnen und wird heute fast überall entlang des Äquatorialgürtels angebaut. Die Robusta-Art stammt aus Uganda. Ihre Bohnen sind weniger aromatisch, dafür ist die Pflanze aber widerstandsfähiger und leichter anzubauen. Auf Arabica entfallen etwa 74 Prozent der Weltproduktion an Kaffee, etwa 24 Prozent auf Robusta. Für handelsüblichen Röstkaffee wird meist eine Mischung aus beiden Arten verwandt.

Ein Drittel der Welternte wird auf Plantagen von mehreren 100 Hektar angebaut. Die Hälfte auf Plantagen zwischen 2 und 20 Hektar. Täglich werden zwischen 30 und 60 Kilo Kaffeekirschen geerntet. Gleich nach der Ernte müssen die Kaffeekirschen aufbereitet werden. Am verbreitetsten ist die so genannte "nasse Aufbereitung". Hierbei werden die Beeren zerquetscht, das Fruchtfleisch löst sich und kann entfernt werden. Die Bohnen werden dann in großen Behältern fermentiert, gewaschen und getrocknet. Die Röstung findet aus Frischegründen erst im Bestimmungsland des Kaffees statt.

In Spezialitäten-Geschäften wird eine Vielzahl unterschiedlicher Kaffeesorten angeboten. Wie ist das jedoch möglich, wenn nur zwei Arten eine Rolle spielen? Tatsächlich sind Robusta und Arabica botanische Familien, die sich in unzählige Unterarten zergliedern – die Sorten. Praktisch jede Anbauregion züchtet eine für sie typische Kaffeesorte.